Freitag, 26. Februar 2010

Jazzäpfel aus schlesischen Obstereien

Frisch ab Presse stammt dieser Text vom Michael aus Deutschland, der eine Frage zu
Jazzäpfeln hat.

Leser-Anfrage zur Apfelsorte JAZZ
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einiger Zeit essen wir die Sorte Jazz , die lt. unserem Obsthändler (kein Supermarkt!) aus Neuseeland bzw. Frankreich kommen soll. Der Apfel zeichnet sich durch sehr viel Fruchtflüssigkeit (ein Biss ist wie ein Glas Apfelsaft) und sehr guten Geschmack aus. Darüber hinaus bleibt er lange frisch, auch bei Zimmertemperatur. Nicht geeignet dagegen ist er für die gläserne Apfelreibe. Er lässt sich praktisch nicht reiben und wird sehr schnell dunkelbraun. Bemerkenswerterweise geschieht dieses Braunwerden nicht bei einem einfach aufgeschnittenen Apfel. Da ich den Apfel in keiner Liste finde, frage ich mich, ob es sich um ein in irgendeiner Weise (industriell) bearbeitetes (genbehandeltes) Produkt handeln könnte. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Michael Fitz (Deutschland).


Hey-ho Michi!
Nimm es mir nicht übel, wenn ich gleich zur Sache komme, aber möglicherweise möchte dich
dein Obsthändler veräpfeln. Die zeitgenössische Wissenschaft ist zum Ergebnis gelangt, dass
Neuseeland nicht durch den Apfelexport brilliert. Vielmehr verkauft das Land ansteckende
Erreger des Ebolavirus an europäische Laborheinis, die unter dem Deckmäntelchen des Club
of Rome all paar Jahre ein schwarzes Köfferchen am Flughafen „liegen lassen“, das dann
von Grenzschutzpolizisten geöffnet und als harmloses Gepäckstück der Müllabfuhr
aufgegeben wird. Frankreich befindet sich seit Mitterrand politisch im Altertum – für
Apfelzucht bleibt da einfach zu wenig Zeit. Die Äpfel stammen aus einer schlesischen
Obsterei in Trier, wo sie von zentralusbekischen Minenarbeitern in mühevoller Handarbeit
von den Bäumen gepfriemelt werden. Danach werden sie entweder nach Genfer Konvention
entstielt und mit biologischen Kampfstoffen haltbar gemacht oder, für den Verkauf als
Jazzäpfel Halal nach Israel, ausbluten gelassen. Des Weiteren beschreibst du den
Flüssigkeitsgehalt der Frucht: „Ein Biss ist wie ein Glas Apfelsaft.“ Bekanntes Phänomen. Ich
sass mal in einer Trattoria an der Champs-Élysées und biss in eine Rumbakarotte, die im
Mund den Duft von abgebrochenen Türgriffen eines VW-Passat Kombi BJ1982 verströmte,
zudem tanzten im Umkreis von 76 Metern alle Messerschleifer zu Narcotic von Liquido. Du
siehst, man sollte zu jeder Zeit im Leben auf alles gefasst sein, auch darauf, dass Jazzäpfel
sich nicht an gläsernen Apfelreiben zerfleddern lassen wollen und dies dadurch lautstark
ausdrücken, indem sie angeschnitten nicht braun werden. Nimm es als ein Zeichen des
Apfels, der dich darauf aufmerksam machen will, dass er nicht weit von einem blaublütigen
Stamm gefallen ist und sich von einfachen Prekariatshänden nicht zu Muss für das
Bestreichen von Stullen verarbeiten lassen will. Er möchte gerne getafelt werden – am Stück
oder portionsweise. Vielleicht wird er auch sehr schnell braun, weil beim Wort Ka(c)kerlaken
(die sich womöglich in den Apfel eingesch(lich)iss(en) haben) wie beim Rest deines Textes
mit extrem unnötigen Klammersetzungen gearbeitet wurde. Den Vorschlag, dass es sich bei
Jazzäpfeln um irgendein genbehandeltes Industrieprodukt handeln soll verschmähe ich mit
Vehemenz. Auf der Traktandenliste des Osloer Fenekzüchtervereins steht der Jazzapfel
zwischen den Punkten „Begrüssung“ und „Wahl des Stimmzählers.“ Ich hoffe dir damit
weiterhelfen zu können. Gruss an deinen Obsthändler, der kein Supermarkt ist.
Dein Theo Retisch


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Kommentare:

  1. Inwiefern kann eine Obsterei schlesisch sein, in der ausschliesslich Zentralusbeken rabotten? Kann es sein, dass der Vorarbeiter schlesischer Herkunft (mit zentralusbekischem Anteil) ist?

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  2. Definitiv nein. Die meisten Hinduchinesen, mit irischem Migrationshintergrund, leben seit Jahren in attikischen Regionen Ostfinnlands, weshalb ihre Nachfahren, die Dioïla-Malinken, oftmals texanisch-indische Wurzeln in Saipan haben.

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